
"Die Medien haben eine große Macht bei der Gestaltung unseres Weltbilds - und damit ist auch eine große Veranwortung verbunden. Heutzutage scheitern die Medien zu oft daran, dieser Verantwortung gerecht zu werden, vor allem wenn es um Roma und Fahrende geht. Manche Medien tragen durch voreingenommene Berichterstattung und billigen Sensationsjournalismus zur Fremdenfeindlichkeit bei. Die Konsequenzen können fatal sein. Der kaltblütige Mord an sechs Roma, darunter ein fünfjähriges Kind, in Ungarn 2008/2009 zum Beispiel, wurde in einer Atmosphäre verübt, die von Hassreden geschürt wurde", so Thomas Hammarberg, Menschenrechtskommissar des Europarates, in seinem heute veröffentlichten, aktuellen Menschenrechtskommentar. Er ruft dazu auf, ethischen Journalismus und ethische Verhaltensregeln zu fördern und die ausschließlich negativen Darstellungen über Roma in den Medien zu beenden.