
Straßburg, 03.11.2012 – Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung hat der Generalsekretär des Europarates Thorbjørn Jagland die Regierungen heute aufgerufen, mittels der Standards des Europarates den Schutz und die Stärkung der Rolle von Millionen von Menschen, die von Behinderung betroffen sind, zu gewährleisten.
„Das diesjährige Thema lautet, Barrieren zu beseitigen, um eine integrative und allen zugängliche Gesellschaft zu schaffen. Dies soll uns auch daran erinnern, wie viel noch getan werden muss, damit Menschen mit Behinderung ein unabhängiges und aktives Leben führen können. Damit sind nicht nur physische Barrieren gemeint, etwa bei der behindertengerechten Gestaltung des öffentlichen Raums oder beim Zugang zu Verkehrsmitteln; es geht auch um die Bekämpfung von Vorurteilen, Stigmatisierung, Zurückweisung und Ausgrenzung.
Den Regierungen stehen bereits wirksame Mittel zur Bekämpfung dieser Barrieren zur Verfügung, etwa die revidierte Sozialcharta des Europarates und die Empfehlung über Universelles Design aus dem Jahr 2009. Unser Aktionsplan 2006-2015 für Menschen mit Behinderung enthält spezifische Maßnahmen, wie die Regierungen bestehende Barrieren beseitigen und das Entstehen neuer Hindernisse verhindern können.
Diese Arbeit ist nicht nur von zentraler Bedeutung für die 15 % der Menschen auf der ganzen Welt, die Schätzungen zufolge unter Behinderungen leiden, sondern auch für deren Familien und Freundeskreis sowie für die Gesellschaft im weiteren Sinn. Es ist nun also an der Zeit, etwas zu bewegen und aus der größten Minderheit der Welt einen vollwertigen Teil der Gesellschaft zu machen.“
Europäische Sozialcharta (revidiert)