Rome NSC

Nord-Süd-Zentrum
24/10/2011
Rom, 24. Oktober 2011
Rom, 24. Oktober 2011

Die internationale Konferenz „Frauen als Akteurinnen des Wandels im südlichen Mittelmeerraum“ wurde vom Nord-Süd-Zentrum des Europarates und dem italienischen Parlament in Rom veranstaltet. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft sowie Experten aus dem südlichen Mittelmeerraum.

 

„Die Frage nach Beteiligung geht eng mit dem Grundprinzip der Gleichstellung von Frauen und Männern einher“, so die Stellvertretende Generalsekretärin Maud de Boer-Buquicchio am 24. Oktober in ihrer Ansprache im Rahmen der Eröffnungssitzung. „Wir alle haben die Bilder der Frauen gesehen, die in den Straßen den Wandel gefordert haben. Aber „sehen“ allein ist nicht genug. Wir müssen in den nächsten zwei Tagen zeigen, dass wir die Botschaft auch vernommen und verstanden haben und an ihrer Seite stehen.“ 

 

Der italienische Außenminister, Franco Frattini, die Präsidentin des Nord-Süd-Zentrums, Deborah Bergamini, PACE-Präsident Mevlüt Çavuşoğlu, der Hohe Repräsentant der Allianz der Zivilisationen, Jorge Sampaio, die italienische Ministerin für Gleichstellung, Mara Carfagna, und der Vorsitzende der parlamentarischen Delegation Italiens bei der PACE, Luigi Vitali, hielten im Palazzo Montecitorio eine Rede.

 

Die Veranstaltung fand im Sala del Mappamondo im italienischen Parlament statt. Im Laufe der zweitägigen Konferenz wurde die Rolle der Frau als Akteurin des politischen und wirtschaftlichen Wandels im Arabischen Frühling analysiert. Außerdem standen die Medien als Instrument zur Unterstützung der Aktivitäten der Frauen im Fokus. An diesen Gesprächen beteiligten sich Journalisten, Blogger, Filmregisseure und Vertreter des Sektors. Die libysche Aktivistin Huda El Abdelaziz Muhamed hob abschließend den neuen Kontext des demokratischen Wandels nach der Diktatur hervor. 

Am Ende der Konferenz „Frauen als Akteurinnen des Wandels im südlichen Mittelmeerraum“ ist entschieden worden, ein Frauen-Netzwerk für demokratische Regierungsführung einzurichten, das der innovativen Struktur des Nord-Süd-Zentrums entspricht. Das Projekt zum Aufbau von Kapazitäten soll Frauen aus den Ländern des südlichen Mittelmeerraums helfen, besseren Zugang zum politischen Leben sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene zu erreichen.

Das Netzwerk soll die staatliche und die parlamentarische Dimension mit dem Beitrag lokaler Behörden und der Zivilgesellschaft verbinden, um eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates und den südlichen Mittelmeeranrainerstaaten zu festigen. Des Weiteren ist eine Zusammenarbeit mit der Union für den Mittelmeerraum vorgesehen.