
Straßburg, 26.03.2012 – Tineke Strik (Niederlande, SOC), Berichterstatterin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) zum Thema „Tod im Mittelmeer: Wer trägt die Verantwortung?” stellt ihren Berichtsentwurf am Donnerstag, 29. März 2012, bei einer Pressekonferenz in Brüssel vor.
Der Bericht ist das Ergebnis einer neunmonatigen Recherche im Auftrag von 34 Mitgliedern der Versammlung. Er befasst sich mit einem Zwischenfall im März 2011, als angeblich 63 Menschen versucht hatten, vor dem Konflikt in Libyen zu fliehen und dabei auf See ums Leben kamen, nachdem ihre Hilferufe unter anderem von den in der Region operierenden Streitkräften ignoriert wurden.
Vor der Präsentation ihres Berichtes bemerkte Strik: „Es ist bekannt, dass seit Beginn des Jahres 2011 mindestens 1500 Menschen bei dem Versuch, europäischen Boden zu erreichen, im Mittelmeer umgekommen sind, obwohl dieses als eines der meistbefahrenen und bestüberwachten Meere der Welt gilt. Der Fokus bei meiner Recherche lag auf einem ganz besonders tragischen Vorfall, bei dem 63 Menschen ums Leben kamen, und dem Versuch zu ermitteln, wer die Verantwortung für den Tod dieser Menschen trägt. Ich war zutiefst schockiert über das, was ich herausgefunden habe.”
Antrag: Ersuchen um die Aufnahme von Ermittlungen
Erklärung des Präsidenten der Versammlung, Mail 2011
Web-Dossier und zeitlicher Ablauf: Europas "Boat people"
Video der Pressekonferenz (sobald verfügbar)