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Generalsekretär
21/08/2012
Generalsekretär Thorbjørn Jagland begrüßt französisches Treffen Roma-Treffen
Generalsekretär Thorbjørn Jagland

Straßburg, 21.08.2012 – „Das von der französischen Regierung für Mittwoch angekündigte Treffen zum Thema Roma ist ein willkommener Schritt hin zu dauerhaften Lösungen.
 

Der Europarat hat immer wieder die Notwendigkeit betont, nicht nur kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen. Roma-Familien einfach innerhalb oder zwischen Staaten umzusiedeln hat lediglich eine Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen zur Folge.


Nur umfassende politische Maßnahmen, die eine faire Behandlung und echten Zugang zu den Menschenrechten sicherstellen, werden eine Wende herbeiführen. Dies bedeutet auch, gezielte und konstante Schritte in Bereichen wie Bildung, Unterkunft, Gesundheitsfürsorge und Beschäftigung zu ergreifen. Die Einbindung und die Stärkung der Roma spielen eine wesentliche Rolle, um wirkliche Veränderungen herbeizuführen.


Frankreich gehörte zu den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates, welche diese politischen Prioritäten für Roma-Fragen 2010 in der Straßburger Erklärung vereinbart haben, und ist verpflichtet, mit anderen europäischen Staaten zusammenzuarbeiten, um das Leben der Roma, der am stärksten ausgegrenzten Minderheit in Europa, zu verbessern.


Aufgrund der Straßburger Erklärung wurden Programme ins Leben gerufen, die starke und wirksame politische Maßnahmen zur Integration von Roma in ganz Europa ermöglichen werden, darunter ein gemeinsames Mediatorenprogramm von Europarat und Europäischer Union in 20 Mitgliedsstaaten, die Stärkung der Kapazitäten lokaler Behörden und eine engere Zusammenarbeit zwischen Regierungen um zu erfahren, welche Maßnahmen erfolgreich sind.


Ich ermutige Frankreich und andere Mitgliedsstaaten, diese europäische Unterstützung umfassend zu nutzen, um die dringend notwendige Verbesserung der Lebensbedingungen von Roma zu erreichen.” 
 

Siehe auch: Menschenrechte für Roma Realität werden lassen