
Straßburg, 14.09.2012 – „Wir verfolgen mit einer tiefen Beunruhigung die gewalttätigen Proteste, die, ausgelöst durch einen islamfeindlichen Film, in der muslimischen Welt aufgeflammt sind und möchten den Appell von Papst Benedikt XVI. zu einer neuen islamisch-christlichen Zusammenarbeit im Nahen Osten unterstützen und weitergeben; wir unterstreichen, dass alle Religionen ohne Hass zusammenleben und dabei den Glauben jedes Einzelnen achten können, um gemeinsam eine freie und menschliche Gesellschaft aufzubauen“, erklärten PACE-Präsident Jean-Claude Mignon und sein Vorgänger Mevlüt Çavuşoğlu, früherer PACE-Präsident und Mitglied der türkischen Delegation bei der Versammlung.
Am 12. April hatte die Parlamentarische Versammlung des Europarates im Anschluss an eine Debatte über die religiöse Dimension des interkulturellen Dialogs, bei der hohe religiöse Würdenträger aus ganz Europa zusammengekommen waren, den führenden Vertretern die Hand gereicht, um die Schaffung „einer neuen Kultur des Zusammenlebens“ auf der Grundlage der Bekräftigung der gleichen Würde jedes Einzelnen und des Festhaltens an den fundamentalen Grundsätzen der Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit des Europarates zu unterstützen.
Mit der Verabschiedung einer auf einem Bericht von Anne Brasseur (Luxemburg, ALDE) zur religiösen Dimension des interkulturellen Dialogs basierenden Empfehlung hatten die Parlamentarier die europäischen Regierungen dazu aufgerufen, eine neue „Plattform zum Dialog“ einzurichten, in deren Rahmen hohe Vertreter der religiösen Institutionen – insbesondere des Katholizismus, des Judentums und des Islams – mit humanistischen und nichtreligiösen Organisationen zusammenkommen können, um sich über die bestmögliche Förderung „der Werte, die den gemeinsamen Grundstock jeder demokratischen Gesellschaft bilden“ auszutauschen.
Am 12. September 2012 verurteilte der PACE-Präsident auch die Ermordung von US-Diplomaten in Bengasi.