
In seiner letzten Rede als Vorsitzender des Ministerkomitees hat Kostjantyn Hryschtschenko die demokratischen Bewegungen im südlichen Mittelmeerraum begrüßt und die Bereitschaft des Europarates betont, die Region beim Übergang zur Demokratie zu unterstützen. "Ich hoffe, dass Aktionspläne mit den Ländern, in denen Gespräche bereits vertieft wurden, in Kürze abgeschlossen werden, damit diese Länder schnell vom Fachwissen des Europarates profitieren können“, erklärte Hryschtschenko.
Mit Blick auf die Lage in Weißrussland unterstrich Hryschtschenko, der Europarat werde eine Annäherung nur auf Grundlage der Achtung der europäischen Werte und Grundsätze unterstützen. "Dies erfordert erstens die Freilassung der Personen, die nach den Präsidentschaftswahlen inhaftiert wurden, und zweitens ein Moratorium für die Todesstrafe“, sagte der Minister.
Hryschtschenko bekräftigte auch die Entschlossenheit des Europarates zur Bekämpfung jeder Form von Rassismus und Intoleranz. In diesem Zusammenhang kündigte er an, dass das Ministerkomitee in den kommenden Wochen über Maßnahmen in Folge des im letzten Mai in Istanbul veröffentlichten Berichts "Zusammenleben“ entscheiden wird.