
Straßburg, 23.04.2012- Es sei „schwer vorstellbar”, dass die Führung der FIFA nichts von den beträchtlichen Summen gewusst haben soll, die an einige ihrer Funktionäre in Zusammenhang mit der ehemaligen Schweizer Vermarktungsgruppe ISMM/ISL für die Übertragungsrechte der Weltmeisterschaft gezahlt wurden, so der Verfasser eines Berichts für die Parlamentarische Versammlung. Der Bericht soll am Mittwoch dieser Woche debattiert werden.
In einer heute veröffentlichten Ergänzung zum Bericht „Verantwortungsvolles Handeln und Ethik im Sport“ von François Rochebloine (Frankreich, EPP/CD) wird die vollständige Zeugenaussage von Thomas Hildbrand, dem mit dem Fall ISMM/ISL betrauten Schweizer Sonderermittler, vor dem Ausschuss für Kultur, Wissenschaft, Bildung und Medien der Parlamentarischen Versammlung des Europarates anlässlich einer nichtöffentlichen Anhörung in Paris Anfang des Jahres wiedergegeben. Hildbrand lieferte detaillierte Aufschlüsselungen von Zahlungen an zwei Personen, deren Namen er aus rechtlichen Gründen nicht nannte, und er fügte hinzu: „Beide waren führende Funktionäre der FIFA, einer ist es immer noch.“ Außerdem erklärte er, dass einer der beiden Präsident des Fußballverbandes eines südamerikanischen Land gewesen ist. (weiter...)