
Eine Nationalität zu haben ist ein grundlegendes Menschenrecht – so grundlegend, dass es einem "Recht, Rechte zu haben" gleichkommt.
Keine Nationalität zu haben bedeutet Ausgrenzung, nicht dazugehören. Ohne Geburtsurkunden, Personalausweise, Pässe und andere Dokumente laufen Staatenlose Gefahr, von Bildung, Gesundheits- und Sozialfürsorge und vom Wahlrecht ausgeschlossen zu werden. Eine staatenlose Person kann nicht jederzeit reisen oder legal arbeiten. Daher haben viele Staatenlose kaum Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen, und werden oft durch Furcht vor Diskriminierung zum Schweigen gebracht. Darüber hinaus wird die Staatenlosigkeit von einer Generation an die nächste weitergegeben - Kindern wird mitunter das Recht auf eine Nationalität verweigert, aus dem einfachen Grund, weil ihre Eltern staatenlos sind.
Regierungen, Ombudspersonen, nationale Menschenrechtseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen sollten aktiv werden, um die Rechte staatenloser Personen zu verteidigen.