CPT annual report

EurEuropäische Komitee zur Verhütung von Folter (CPT)
06/11/2013
Anti-Folter-Komitee des Europarates fordert europäische Staaten dringend auf, Berichterstattung über Hinweise auf Misshandlungen zu verbessern

Straßburg, 06.11.2012 – Das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter (CPT) hat die 47 Mitgliedsstaaten des Europarates dringend aufgefordert, präzise und zeitnahe Berichterstattung über medizinische Hinweise auf Misshandlungen von Häftlingen zu gewährleisten, um Ermittlungen zu erleichtern.

In seinem heute veröffentlichten Jahresbericht legt das Komitee dar, dass die Dokumentation und Berichterstattung über medizinische Befunde im Hinblick auf Misshandlungen in vielen europäischen Staaten nicht zufrieden stellend ist. Die geltenden Verfahren garantieren nicht immer, dass Verletzungen von Personen, denen die Freiheit entzogen ist, angemessen erfasst und den zuständigen Behörden gemeldet werden.
 

Das CPT weist darauf hin, dass Personen nach ihrer Aufnahme im Gefängnis innerhalb von 24 Stunden genau befragt und von medizinischem Fachpersonal körperlich untersucht werden sollten. .Die Dokumentation und Meldung medizinischer Befunde ist unerlässlich für die Untersuchung von Fällen möglicher Misshandlungen und um die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Letzteres ist die wirksamste Abschreckung, um künftige Misshandlungen zu vermeiden“, erklärte der Vorsitzende des CPT, Lətif Hüseynov.

Der Jahresbericht des CPT enthält Informationen über die 21 Besuche, die zwischen August 2012 und Juli 2013 durchgeführt wurden. (weiter...)