Straßburg, 17.08.2012 – Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, hat heute seine tiefe Enttäuschung über das vom Moskauer Bezirksgericht Chamownitscheski gegen die Gruppe Pussy Riot (Marija Aljochina, Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch) verhängte Urteil zum Ausdruck gebracht.
„Heute wurden drei junge Frauen zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe, getrennt von ihren Kindern, verurteilt. Viele würden argumentieren, dass die Gruppe Pussy Riot einen geeigneteren Ort für ihre Meinungsäußerungen hätte auswählen sollen. Natürlich erfordert die freie Meinungsäußerung, die das Recht einschließt, abweichende politische Meinungen auszudrücken, auch, dass dieses Recht verantwortungsvoll ausgeübt wird. Dennoch erscheint das gegen die drei Mitglieder der Gruppe Pussy Riot verhängte Strafmaß sowie die Länge und Bedingungen ihrer Untersuchungshaft im Verhältnis zur Art der in einem laizistischen Staat, der Mitglied des Europarates und Vertragsstaat der Europäischen Menschenrechtskonvention ist, begangenen Straftat hart“, unterstrich Jagland.
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