
Straßburg, 25. April 2012 – Nach seinem Treffen mit Generalsekretär Thorbjørn Jagland hat Außenminister Lagumdžija erklärt, sein Ziel sei es, Bosnien und Herzegowina in eine stabile Demokratie zu verwandeln, die auf den Werten des Europarates gründet.
Generalsekretär Jagland sagte, die für 2014 geplanten Wahlen wären ohne die Änderungen im Vorfeld nicht akzeptabel. Er begrüßte die neuesten Entwicklungen, darunter die Zusammenarbeit mit internationalen Monitoring-Einrichtungen, die Einigung auf einen Zensus und Fortschritte in der Frage von Militärgelände.
In seiner Rede zum zehnten Jahrestag des Beitritts von Bosnien und Herzegowina zum Europarat versprach Lagumdžija, dass die Anstrengungen zur vollständigen Einhaltung der internationalen Normen im Bereich der Menschenrechte und Demokratie fortgesetzt werden.
Es blieben immer noch offene Fragen, aber die positive Einstellung überwiege und es gebe einen starken politischen Willen aller politischen Parteien, die Veränderungen umzusetzen.
„Manchmal scheint es zu langsam voranzugehen oder gar sinnlos zu sein, aber wir sind bereit, es noch einmal zu versuchen, nochmals zu scheitern und noch besser zu scheitern, um das zu erreichen, von dem wir überzeugt sind, dass unsere Bürger es verdienen“, sagte er.
Die Mitgliedschaft im Europarat habe große Vorteile gebracht, wobei der Schutz der Menschenrechte den Bürgern des Landes besonders am Herzen liege, und eine ganz neue Dimension der Außenpolitik, die auf gemeinsamen Werten beruhe, fügte er hinzu.
Erklärung des Vorsitzenden des Ministerkomitees zum Fall Sejdic und Finci
Bosnien und Herzegowina im Europarat
Weitere Informationen zum Fall Sejdic und Finci
Video der Rede von Außenminister Lagumdžija
Siehe auch:
Anti-Folter-Komitee des Europarates veröffentlicht Bericht über Bosnien und Herzegowina