GRETA-Poland

Expertengruppe des Europarates gegen Menschenhandel (GRETA)
06/05/2013
Polen und Menschenhandel: Wichtige Maßnahmen wurden ergriffen, es besteht aber noch Verbesserungsbedarf

Straßburg, 06.05.2013 – Die polnischen Behörden haben eine Reihe wichtiger Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Menschenhandel ergriffen, allerdings bestehen laut einem heute veröffentlichten Bericht der Expertengruppe des Europarates gegen Menschenhandel (GRETA) weiterhin große Herausforderungen.
 
In dem Bericht wird festgestellt, dass Menschenhandel in Polen erst seit September 2010 explizit unter Strafe steht. Zwischen der Zahl identifizierter Opfer von Menschenhandel und der Anzahl effektiver Strafverfolgungen und Verurteilungen besteht noch immer ein erheblicher Unterschied. Ungeachtet der Bemühungen zur Aus- und Weiterbildung der betroffenen Berufsgruppen erachtet es die GRETA für notwendig, das Fachwissen und das Bewusstsein von Richtern, Staatsanwälten, Ermittlern und anderer Berufsgruppen in Hinblick auf Menschenhandel und die Rechte der Opfer zu stärken.
 
Die GRETA bewertet in dem Bericht erstmals, inwieweit Polen die Konvention des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels aus dem Jahr 2005 umsetzt. Das Übereinkommen trat in Polen im März 2009 in Kraft (weiter...)
 
Siehe auch:
Polen im Europarat