
In einem am 5. September veröffentlichten Artikel hat der Menschenrechtskommissar des Europarates die europäischen Regierungen dazu aufgefordert, ihre Beteiligung an den geheimen Inhaftierungen der CIA und der Folter von Terrorverdächtigen zu erläutern. Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg berichtet über unbeantwortete Fragen, die in Beziehung zu Europas Unterstützung der Vereinigten Staaten im Anschluss an die Terroranschläge vom 11. September stehen. Der Menschenrechtskommissar erklärt, dass die CIA eng mit ihren Partnern in verschiedenen Ländern, auch innerhalb Europas, zusammengearbeitet hat. Der Wert der durch dieses Netzwerk erhaltenen Informationen ist bereits angezweifelt worden. Ein deutliches Ergebnis hat sich jedoch abgezeichnet: ein Muster aus Misshandlung und unverhältnismäßiger Maßnahmen im Zusammenhang mit abscheulichen Menschenrechtsverletzungen.”
„Die volle Wahrheit muss nun ans Licht kommen. Des Weiteren muss garantiert werden, dass solche Formen der Zusammenarbeit nicht wiederholt werden. Effiziente Untersuchungen sind unerlässlich und längst überfällig. Die angebliche Beeinträchtigung transatlantischer Beziehungen bei der Suche nach Verantwortlichen steht nicht im Verhältnis zu dem Schaden, der dem europäischen System zum Schutz der Menschenrechte durch unsere Bereitwilligkeit, im Dunkeln gelassen zu werden, zugefügt worden ist.” (weiter...)
Weitere News:
- Zehn Jahre "weltweiter Krieg gegen den Terror haben die Menschenrechte untergraben – auch in Europa