Commissioner HR defenders

Menschenrechtskommissar
19/12/2012
Verteidiger von Migrantenrechten sind zu oft Einschüchterungen und Beschimpfungen ausgesetzt
Nils Muižnieks

Straßburg, 19.12.2012 - Diffamierungen, Drohungen, verbale und physische Angriffe, administrative Sanktionen und gerichtliche Schikanen werden eingesetzt, um Menschrechtsverteidiger davon abzuhalten, mit Migranten zusammenzuarbeiten und die zunehmende Fremdenfeindlichkeit sowie den wachsenden Rassismus in Europa zu bekämpfen. Täter sind sowohl staatliche als auch nichtstaatliche Akteure, so Nils Muižnieks, Menschenrechtskommissar des Europarates, in seinem neuesten Menschenrechtskommentar, der heute veröffentlicht wurde.



In einigen europäischen Staaten wirkte sich der Anstieg an fremdenfeindlichen und gegen Migranten gerichteten Äußerungen negativ auf die Arbeit von Menschenrechtsverteidigern, die sich für die Förderung und den Schutz der Rechte von Migranten einsetzen, aus. Sie werden sogar zunehmend als Verräter und Gefahr für die nationale Identität und Sicherheit bezeichnet und sind oft Einschüchterungsversuchen oder Beschimpfungen ausgesetzt. (weiter...)