
Die Medienfreiheit in Europa ist zurzeit zwei großen Gefahren ausgesetzt. Die erste Gefahr ist der Versuch staatlicher Behörden, die Medienlandschaft zu dominieren. Die zweite Gefahr ist die Tendenz hin zur Vermarktung und zum Monopol. Diese zwei Entwicklungen untergraben die Meinungsfreiheit und sind gute Gründe dafür, die öffentlich-rechtlichen Medien zu stärken, so Thomas Hammarberg, Menschenrechtskommissar des Europarates in seinem jüngsten Menschenrechtskommentar, der heute veröffentlicht wurde.
Medienpluralismus ist notwendig, um Gesellschaften zu informieren und sich auf verschiedenen Ebenen Gehör zu verschaffen. In mehreren europäischen Ländern gibt es jedoch kaum wirkliche Medienfreiheit und daher wenig Raum für Pluralismus. Unabhängigen Fernseh- und Radiosendern werden Lizenzen verwehrt, kritischen Zeitungen wird das Kaufen von Zeitungspapier und das Verteilen ihrer Zeitungen untersagt. (weiter...)