
Straßburg, 18.06.2012 - Der Ausschuss für Bioethik des Europarates veranstaltet am 19. und 20. Juni in Straßburg ein Symposium über Biobanken, das heißt Sammlungen biologischen Materials menschlichen Ursprungs. Sie sind ein wichtiges Instrument für die Erforschung von Ursachen, Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten. Um die Grundrechte der Teilnehmer an Biobank-Forschungen zu gewährleisten, hat das Ministerkomitee im Jahr 2006 eine Empfehlung über Forschung mit biologischem Material menschlichen Ursprungs verabschiedet. Das Symposium wird die Grundlage für eine Überprüfung dieser Empfehlung angesichts der gemachten Erfahrungen und neuesten Entwicklungen liefern. Außerdem soll über potenzielle zukünftige Herausforderungen nachgedacht werden.
Um zu gewährleisten, dass alle Interessensgruppen berücksichtigt werden und um die zu behandelnden Themen praxisnah zu erörtern, wird das Symposium Fachleute aus den Mitgliedsstaaten des Europarates und darüber hinaus versammeln. Alle betroffenen Gruppen werden vertreten sein, beispielsweise Patientenorganisationen, Fachleute für die Verwaltung und Überwachung von Biobanken, Pharma-Unternehmen sowie Berater. Die Europäische Kommission wird ebenfalls eingebunden: Sie stellt dem Symposium die Ergebnisse der Diskussionen innerhalb ihrer Expertengruppe für Biobanken zur Verfügung.
Auf einen Überblick über die aktuelle Situation von Biobanken und eine Präsentation über das Verständnis und die Erwartungen der Öffentlichkeit wird eine Debatte folgen, in deren Mittelpunkt drei Themen stehen: Information und Zustimmung der Teilnehmer der Biobank-Forschung , Herausforderungen bezüglich der Privatsphäre und Vertraulichkeit persönlicher Daten sowie eine verantwortungsvolle Verwaltung von Biobanken. (weiter...)