
Straßburg, 04.10.2012 – In ihrem heute veröffentlichten aktuellen Jahresbericht fordert das Überwachungsorgan des Europarates gegen Menschenhandel GRETA (Expertengruppe gegen Menschenhandel) alle europäischen Länder dringend dazu auf, den Kampf gegen den Menschenhandel zu verstärken.
„Menschenhandel ist eine europäische Tragödie. Der heutige Bericht zeigt, dass Frauen, Männer und Kinder in ganz Europa Opfer von sexuellem Missbrauch und Ausbeutung bei der Arbeit, oder in die Kriminalität gezwungen werden“, erklärte der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland.
Zahlreiche Opfer werden noch immer nicht entsprechend anerkannt, noch erhalten sie die Unterstützung, die sie benötigen. Darüber hinaus führen Schwierigkeiten bei der Ermittlung und der Strafverfolgung dazu, dass die Täter nicht ausreichend für ihre Verbrechen bestraft werden.
„Internationale Organisationen, nationale Behörden und Nichtregierungsorganisationen müssen zusammenarbeiten, um diesen entsetzlichen Menschenrechtsverletzungen ein Ende zu setzen, die im Europa des 21. Jahrhunderts keinen Platz haben“, sagte er. ( weiter...)