
Straßburg, 14.06.2012 – Das Europäische Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (CPT) hat heute den Bericht über seinen Besuch in Serbien im Februar 2011 und die Antwort der serbischen Behörden veröffentlicht.
Im Laufe des Besuches registrierte die Delegation des CPT mehrere Vorwürfe von Misshandlungen durch Polizeibeamte, darunter auch an Jugendlichen. Die mutmaßlichen Misshandlungen bestanden aus Ohrfeigen, Schlägen, Tritten und Schlagstockhieben bei der Festnahme oder bei Vernehmungen in Polizeistationen. Das CPT empfahl, die Polizisten daran zu erinnern, dass alle Formen von Misshandlung inakzeptabel sind und streng geahndet werden. (weiter...)
Anti-Folter-Komitee führt Gespräche auf hoher Ebene in Russland
Die Vertreter des Anti-Folter-Komitees haben vor kurzem eine neue Reihe von Gesprächen auf hoher Ebene mit Mitarbeitern der russischen föderalen Behörden geführt. Neben der Weiterverfolgung der Ergebnisse des CPT-Besuchs im April/Mai 2011 in der Nordkaukasusregion waren die Zusammenarbeit zwischen dem Komitee und den russischen Behörden sowie die Veröffentlichung von CPT-Berichten Themen der Gespräche.
Am 21. Mai 2012 trafen die CPT-Vertreter in Moskau den Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses der Russischen Föderation, Alexander Bastrykin, sowie die Leiter der Untersuchungsabteilungen der Tschetschenischen Republik, der Republik Dagestan und der Republik Nordossetien-Alania. Bei dem Treffen wurde insbesondere die jüngste Entscheidung zur Einrichtung einer Spezialeinheit zur Untersuchung von Berichten über die Misshandlung durch Polizeikräfte besprochen. Die Vertreter des CPT begrüßten diese Entscheidung als wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Straflosigkeit. (weiter...)
- Serbien im Europarat
- Russland im Europarat