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Europaratskolloquium zum Schutz des Kulturerbes vor Zerstörung und illegalem Handel

Europarat Straßburg 2. Januar 2017
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Ioannis Kasoulidis, Thorbjørn Jagland und Irina Bokowa

Ioannis Kasoulidis, Thorbjørn Jagland und Irina Bokowa

Am Freitag, den 13. Januar, haben sich hochrangige Vertreter von internationalen Organisationen und nationalen Regierungen sowie Experten aus der Wissenschaft zu einem Kolloquium in Straßburg getroffen. Ziel ist die Stärkung der Zusammenarbeit zum Schutz des Kulturerbes vor mutwilliger Zerstörung und die Verhütung des illegalen Handels mit Kulturgütern.

Im Mittelpunkt der gemeinsam vom zypriotischen Vorsitz im Ministerkomitee des Europarates und dem Generalsekretär, Thorbjørn Jagland, organisierten Veranstaltung standen Raubgrabungen, unerlaubter Verkauf und rechtswidrige Aneignung von Kulturgut. In diesem Bereich hat sich ein lukrativer Handel entwickelt, der häufig mit grenzüberschreitendem organisiertem Verbrechen und Terrorismus verbunden ist. Besonders im Irak und in Syrien hat der sogenannte Islamische Staat das Kulturerbe der Region geplündert, dabei willentlich wichtige archäologische Stätten wie Palmyra zerstört und vom Verkauf wertvoller gestohlener Artefakte profitiert.

Unter den Hauptrednern waren Ioannis Kasoulidis, Außenminister der Republik Zypern, Irina Bokowa, Generaldirektorin der UNESCO, und Mamun Abdulkarim, Leiter der Generaldirektion der Altertümer und Museen Syriens und Fatou Bensouda, Ankläger des Internationalen Gerichtshofs. Außerdem befassten sich Hans-Holger Herrnfeld, Vorsitzender des Komitees für Straftaten im Zusammenhang mit Kulturgut, und Anna Veneziano, stellvertretende Generalsekretärin von UNIDROIT mit den Geschehnissen.

Der Europarat arbeitet derzeit an einem neuen Übereinkommen über Straftaten im Zusammenhang mit Kulturgut, welches der einzige internationale Vertrag zu strafrechtlichen Maßnahmen und Sanktionen für illegale Tätigkeiten im Bereich des Kulturerbes sein wird.


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