Filmpreis des Europarates (FACE)

Im Rahmen des Internationalen Filmfestivals in Istanbul verleiht der Europarat seinen Filmpreis, den FACE Award, an einen Regisseur, der mit seinem Film die Öffentlichkeit auf die Thematik der Menschenrechte aufmerksam gemacht, ihr Interesse dafür geweckt und zu einem besseren Verständnis der Bedeutung von Menschenrechten beigetragen hat.

Der FACE Award zeichnet einen künstlerischen Film oder Dokumentarfilm aus, der die Menschenrechte in Übereinstimmung mit den Werten des Europarates und den Prinzipien der persönlichen und politischen Freiheit sowie Rechtsstaatlichkeit fördert.

Der Fimpreis wird in Form eine Bronzestatue übergeben („Spirale de l'élévation" von Freddy Ruhlman) und von einem Preisgeld in der Höhe von 10 000 € begleitet, zu dem die Direktion für Kommunikation des Europarates und der europäische Filmförderungsfonds Eurimages je 5 000 € beitragen.

2014: Rithy Panh erhält Filmpreis FACE für „L'image manquante" – die Lobende Erwähnung geht an „Trans X Istanbul" von Maria Binder

Die Jury des 33. Filmfestivals in Istanbul hat folgende Auszeichnungen entschieden:

Der Filmpreis FACE geht an „L'image manquante" („Das fehlende Bild") des Regisseurs Rithy Panh (Kambodscha/Frankreich). Zur Begründung heißt es, der Film „zeigt persönliche Erfahrungen des Regisseurs in der Zeit der Roten Khmer und übermittelt eine klare, originelle und innovative Beschreibung eines unmenschlichen Abschnitts der kambodschanischen Geschichte. Die Erinnerung an die Vergangenheit warnt uns vor den Gefahren von Totalitarismus und Despotismus, die unweigerlich zu einer Tragödie für die Menschheit führen";

Eine Lobende Erwähnung erhält Maria Binder für „Trans X Istanbul" (Türkei/Deutschland), da der Film „einen leidenschaftlichen, persönlichen und ehrlichen Einblick in die Lebensbedingungen von Transsexuellen in der heutigen Gesellschaft gibt. Marginalisierung und Armut führen hier oft zu Prostitution. Der Film ist ein Appell, jegliche Form von Diskriminierung zu beenden und das Bewusstsein für dieses Unrecht zu heben."

2013: Filmpreis des Europarates geht an „Syngué Sabour"

Der Filmpreis des Europarates (FACE) 2013 geht an den afghanischen Regisseur Atiq Rahimi für seinen Film „Syngué Sabour. Pierre de patience" („Stein der Geduld"), worin er Gewalt gegen Frauen anprangert und eine dunkle und komplexe Realität zeigt, die sonst im Verborgenen bliebe.

Die Jury hat ebenso entschieden, zwei Filme besonders lobend zu erwähnen: „An Episode in the Life of an Iron Picker" des bosnischen Regisseurs Danis Tanović, der eine einfache und berührende Geschichte über Armut und Diskriminierung erzählt, sowie „Jiseul" des südkoreanischen Regisseurs O Muel, der vom Koreakonflikt im Jahr 1948 handelt.

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2012: „Just the Wind" erhält Filmpreis des Europarates

Der Filmpreis des Europarates (FACE) 2012 geht an den ungarischen Regisseur Bence Fliegauf für seinen Film „Just the Wind". Der Preis wurde von der Vorsitzenden der Jury Juanita Wilson präsentiert und dem Preisträger vom Ständigen Vertreter der Türkei beim Europarat, Botschafter Rauf Engin Soysal, überreicht. Foto von links nach rechts: Rauf Engin Soysal, Juanita Wilson und Bence Fliegauf . (weiter...)

Istanbul 2011: Irische Regisseurin Juanita Wilson erhält Filmpreis des Europarates

Juanita Wilson hat bei der Schlussveranstaltung des 30. Internationalen Filmfestivals in Istanbul am 16. April für ihren Film ''As if I'm not There'' den 5. Filmpreis des Europarates (FACE) erhalten. Der Preis wird jährlich einem Regisseur verliehen, der in besonderer Weise das öffentliche Bewusstsein für Menschenrechtsfragen sensibilisiert und zu einem besseren Verständnis ihrer Bedeutung beigetragen hat. Foto : James Flynn, Juanita Wilson, Preisträgerin des FACE 2011, Daryal Batıbay. (weiter...)

Filmfestival in Istanbul 2010: „Ajami" gewinnt Filmpreis des Europarates

Die Stellvertretende Generalsekretärin des Europarates, Maud de Boer-Buquicchio, hat Scandar Copti und Yaron Shani am 17. April bei der Schlussveranstaltung des 29. Internationalen Filmfestivals in Istanbul (Türkei) den vierten Filmpreis des Europarates überreicht. Die Menschenrechts-Jury erklärte, der Film erzähle von einer „vielschichtigen Gesellschaft, in der verschiedene Religionen, Glaubensrichtungen, Traditionen und Interessen nebeneinander existieren". (weiter...)