Erster europäischer Moot Court Wettbewerb über Menschenrechte auf Englisch

Im Europarat fand die letzte Runde des ersten europäischen Moot Court (fiktive Gerichtsverhandlung) zur Europäischen Menschenrechtskonvention in englischer Sprache statt. 16 Teams von Universitäten in 13 Ländern (Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Polen, Rumänien, Serbien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine und Vereinigtes Königreich) wurden nach dem schriftlichen Teil des Wettbewerbs ausgewählt. Das Finale findet im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg statt.


Bei dem Wettbewerb wurde das Verfahren für Beschwerden beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nachgespielt. 120 Teams aus 31 europäischen Ländern traten in einem fiktiven Fall über die „Sterilisierung HIV-positiver schwangerer Frauen in Orosien" gegeneinander an. Die 16 ausgewählten Teams verhandelten ihren Fall vor Expertengremien. Sie stützten sich dabei auf die Europäische Menschenrechtskonvention und ihre Zusatzprotokolle und folgten den am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angewandten Verfahren. Das Siegerteam erhielt ein Praktikum am Gerichtshof.

Durch den Wettbewerb sollen Studenten der Rechtswissenschaft, die später als Anwälte oder Richter tätig sind, praktische Erfahrung über die Europäische Menschenrechtskonvention und ihre Umsetzung sammeln.

Der Wettbewerb wird von der European Law Students Association (ELSA) mit Unterstützung des Europarates organisiert. ELSA ist eine unabhängige, nicht gewinnorientierte Organisation, in der 38 000 Studierende aus 300 Universitäten in 41 Ländern vertreten sind.

Mehrere Mitgliedsstaaten des Europarates haben diesen ersten Wettbewerb finanziell unterstützt, insbesondere Irland, Andorra und Polen.

 

Team des Trinity College Dublin gewinnt Moot Court Wettbewerb

Studenten des Trinity College Dublin (Irland) haben den ersten Europäischen Moot Court Wettbewerb über die Europäische Konvention der Menschenrechte auf Englisch gewonnen. Sie setzten sich im Finale gegen das Team der Essex University (Vereinigtes Königreich) durch. Der Preis für das beste Plädoyer ging an Joanna Kisielinska von der Torun University (Polen), der Preis für die besten schriftlichen Beiträge an das Team des Trinity College Dublin.

Das Finale fand am 27. Februar im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg statt. Vorsitzende der Jury aus hochrangigen Persönlichkeiten, darunter Richter des Gerichtshofs und Wissenschaftler, war Nina Vajic, ehemalige Richterin und Sektionspräsidentin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. (weiter...)

Die Finalisten

Land              Universität
  • Estland              Universität Tartu
  • Finnland            Universität Helsinki
  • Frankreich         Université Paris 2 Panthéon-Assas
  • Georgien           Staatliche Universität Tiflis
  • Griechenland    Nationale und Kapodistrische Universität Athen
  • Irland                 Trinity College Dublin
  • Polen                 Nicolaus Copernicus University, Torun
  • Polen                 Universität Warschau
  • Rumänien         West-Universität aus Temeswar
  • Serbien             University of Novi Sad / Universität Nis
  • Tschechische
    Republik
              Karlsuniveristät Prag
  • Türkei               Fatih University Istanbul
  • Vereinigtes
    Königreich      
    University of Essex / University of Warwick
  • Ukraine             Nationale Universität Kiew-Mohyla-Akademie
Referenz-Webseiten
ELSA

Die European Law Students' Association ist eine unabhängige, politisch neutrale und als gemeinnützig anerkannte internationale Organisation von Studenten der Rechtswissenschaft und jungen Juristen. ELSA gehören 38 000 Studenten und Absolventen an. Die Organisation ist vor allem durch ihre lokalen Gruppen aktiv, die sich in 300 Universitäten in 42 Ländern Europas befinden.

Die Unterstützung der juristischen Ausbildung und Förderung des Bewusstseins für die Menschenrechte zählen zu den Hauptzielen von ELSA. Der Europarat hat seit 2008 ein Partnerschaftsabkommen mit ELSA