Computerkriminalität: Eine Gefahr für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit

 

Computerkriminalität

Die außergewöhnliche Entwicklung der Informationstechnologien hat auch Auswirkungen auf die "traditionelle" organisierte Kriminalität. Zwar stellt der Gebrauch von Computersystemen und -netzwerken zweifellos einen Fortschritt für die Gesellschaft dar – er macht sie jedoch auch verwundbarer.

Terrorgruppen, Porno- oder Pädophilenringe, Drogen-, Waffen-, und Menschenhändler, Systeme zur Geldwäsche und andere Internet-Kriminelle machen sich diese Verwundbarkeit zunutze. Die Ausbreitung dieser neuen Kommunikationsmittel erleichtert und fördert auch ihre Aktivitäten.

Die Konvention des Europarates über Computerkriminalität ist bisher der einzig bindende internationale Vertrag in diesem Bereich. Sie trat im Juli 2004 in Kraft und dient allen Staaten als Leitlinie, die eine vollständige nationale Gesetzgebung gegen Computerkriminalität entwickeln wollen.

Die Konvention steht auch nicht-europäischen Staaten offen und bietet darüber hinaus einen Rahmen für die internationale Zusammenarbeit gegen Computerkriminalität. Sie wird durch ein Zusatzprotokoll über die Kriminalisierung mittels Computersystemen begangener Handlungen rassistischer und fremdenfeindlicher Art ergänzt.

Web Content Anzeige

Konferenz über Computerkriminalität: Die Budapester Konvention zehn Jahre nach ihrer Verabschiedung

Zehn Jahre nach ihrer Verabschiedung stellt die Budapester Konvention immer noch die einzige international anerkannte Richtlinie zum Schutz der Freiheit, Sicherheit und der Menschenrechte im Internet dar.

Errungenschaften und Herausforderungen wurden auf der jährlichen Konferenz des Europarates zur Computerkriminalität diskutiert, die am 21. und 22. November in Straßburg stattfindet. Im Anschluss daran fand am 23. November 2011 eine Sondersitzung statt, um das 10jährige Bestehen des Übereinkommens zu begehen. (weiter...)

 

Web Content Anzeige

Computerkriminalität

Kongress der Vereinten Nationen zur Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege (12.-19. April 2010, Salvador, Brasilien)

''Die Anwendung der existierenden Mittel und Rechtsinstrumente, insbesondere die Konvention von Budapest, ist der wirkungsvollste Weg, um Ländern auf der ganzen Welt zu helfen, die Internetkriminalität zu bekämpfen.'' Dies war die wichtigste Botschaft des 12. Kongresses der Vereinten Nationen für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege (12.-19. April, Brasilien).(weiter ...)

Web Content Anzeige

23.-25. März 2010, Straßburg: Konferenz zur Zusammenarbeit gegen Computerkriminalität

Multimedia

Da die Abhängigkeit von Informations- und Kommunikationstechnologien auf der ganzen Welt steigt, werden die Gesellschaften in zunehmendem Maße anfällig für Computerkriminalität. Dazu gehören auch Identitätsdiebstahl, Finanzbetrug, Cyberangriffe und der Missbrauch sozialer Netzwerke. Viele dieser Straftaten werden nicht an Staaten oder Organisationen begangen, sondern an Einzelpersonen.

Weitere Informationen