Bioethik: Das notwendige Gleichgewicht zwischen Fortschritt und Achtung der Menschenwürde

 

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Die biologische und medizinische Forschung hat zu bedeutenden Fortschritten im Gesundheitsbereich geführt, aber auch ethische Fragen aufgeworfen, die den Einzelnen und den Schutz seiner Rechte und Freiheiten betreffen (Genetik, medizinisch unterstützte Befruchtung, Pränataldiagnostik, Stammzellenforschung etc.).

Die Konvention über Menschenrechte und Biomedizin (Oviedo, 1997) legt die ethischen Grundsätze der Biomedizin fest. Bisher wurden drei Zusatzprotokolle verabschiedet, die das Verbot des Klonens von Menschen, Organtransplantationen und die biomedizinische Forschung betreffen.

Die Europäische Konferenz der nationalen Ethikkommissionen (COMETH) wurde gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Ethikkommissionen in den Mitgliedsstaaten des Europarates zu verstärken. Sie fördert die öffentliche Debatte zu allen Fragen, die in Zusammenhang mit den Entwicklungen auf dem Gebiet der biomedizinischen Wissenschaften und der Gesundheit entstehen.

Ziel des Europarates im Bereich der Biomedizin ist es, ein Gleichgewicht zwischen der Freiheit der Forschung und dem Schutz des Einzelnen herzustellen.

Biobanken und biomedizinische Sammlungen

Das Symposium über Biobanken und biomedizinische Sammlungen – ein ethischer Rahmen für zukünftige Forschung findet am 19. und 20. Juni 2012 in Straßburg (Frankreich) statt. Veranstalter ist der Ausschuss für Bioethik des Europarates (DH-BIO).

Ziel des Symposiums ist es, dem DH-BIO eine Grundlage für die Überarbeitung der Empfehlung (2006)4 des Europarates über die Forschung an biologischem Material menschlichen Ursprungs zu liefern.

Zu diesem Zweck wird das Symposium die Entwicklungen im Bereich der Biobanken und der Forschung an biologischen Materialien menschlichen Ursprungs seit der Verabschiedung der Empfehlung untersuchen. Darüber hinaus wird es mögliche zukünftige Entwicklung erwägen, um Problemstellungen im Sinne der ethischen und rechtlichen Grundsätze der Empfehlung beurteilen zu können. (weiter)

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Seminar über medizinische Behandlung am Lebensende

Vom 30. November bis zum 1. Dezember 2010 fand ein Seminar zum Entscheidungsfindungsprozess im Hinblick auf die medizinische Behandlung am Lebensende statt. 150 Experten aller Fachrichtungen (Ärzte, Pflegepersonal, Juristen, Philosophen etc.) sowie Patientenvertreter nahmen daran teil. Ziel der Veranstaltung war, bestimmte Konzepte zu klären sowie Gemeinsamkeiten und eventuelle Meinungsverschiedenheiten bei den Fragen im Zusammenhang mit dem Entscheidungsfindungsprozess bei medizinischen Behandlungen am Lebensende zu ermitteln.

Dossier zum Thema