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Das Ministerkomitee des Europarates hat am 26. September 2007 beschlossen, einen „Europäischen Tag gegen die Todesstrafe“ einzuführen, der jedes Jahr am 10. Oktober begangen wird.
Der Europarat spielt eine Vorreiterrolle bei der Abschaffung der Todesstrafe und hat erreicht, dass es in Europa seit 1997 de facto keine Todesstrafe mehr gibt.
Der Tag ist ein europäischer Beitrag zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, der jedes Jahr ebenfalls am 10. Oktober stattfindet.
Anlässlich des Europäischen Tages gegen die Todesstrafe und des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe haben Thorbjørn Jagland, Generalsekretär des Europarates, und Baroness Catherine Ashton, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union, ihre Ablehnung der Vollstreckung der Todesstrafe unter allen Umständen sowie ihre Entschlossenheit zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe erneut bekräftigt.
Anlässlich des Europäischen Tages gegen die Todesstrafe ist im Nationalmuseum für die Geschichte des Großen Patriotischen Krieges in Minsk, der Hauptstadt Weißrusslands, eine Ausstellung von 100 Postern zu sehen, die 2010 im Rahmen eines Wettbewerbs von Poster4Tomorrow ausgewählt wurden. Die NGO mit Sitz in Paris (Frankreich) führte ihren zweiten jährlichen Grafikwettbewerb unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs des Europarates durch. Thema des Wettbewerbs war 2010 der Slogan des Europarates gegen die Todesstrafe.
Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Abschaffung der Todesstrafe, eines der Hauptanliegen des Europarates, zu gewinnen. Das letzte Referendum in Weißrussland zeigte, dass 80 % der Bevölkerung die Todesstrafe beibehalten wollen. Die Ausstellung folgt auf einen Runden Tisch am 23. September 2010, bei dem Vertreter des Europarates und die weißrussischen Behörden über die Einführung eines Moratoriums für Hinrichtungen in Weißrussland diskutierten.